Checklist "Latente Lernhemmungen"
(c) commdes.at - Reinhold Seitl - 11.8.2009
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Allgemeine Erscheinungen der Lernhemmung, die latent vorhanden sind
Diese Lernhemmingen wirken sich bei der Aufnahme oder bei der Reproduktion von Lerninhalten negativ aus. Ihr Grund liegt nicht in somatischen, sensorischen oder psychischen Beeinträchtigungen, sondern treten bei gesundem Verstand auf.
- Ähnlichkeit
- Beschreibung: Aufeinander folgende Lerninhalte mit ähnlichen Ausprägungen werden schlecht erinnert.
- Instruktionsregel: Ähnliche Lerninhalte zeitlich und gestalterisch und mnemotechnisch (..) voneinander trennen, also verschiedenartige Assoziationen erzeugen
- Zeitliche Nähe
- Beschreibung: Aufeinander folgende Lerninhalte, die nicht ausreichend geübt wurden, beeinflussen einander Gedächtnis-hemmend.
- Instruktionsregel: Lerninhalt vertiefen (= wiederholen + prüfen), bevor neuer Lerninhalt geboten wird
- Reproduktion durch Neues behindern
- Beschreibung: Das Lernen neuer Inhalte unmittelbar vor der Reproduktion bereits gelernter Inhalte wirkt sich auf die folgende Reproduktionsleistung negativ aus.
- Instruktionsregel: Nie Neues vor der Prüfung des vorhergehenden Lernschrittes einführen
- Affekte vermeiden
- Beschreibung: Starke Erregungszustände “löschen” Teile von frisch gelernten Inhalten. Lernende, die nach abgeschlossenen Übungen bald danach (positivem oder negativem)Stress ausgesetzt sind, erinnern schlechter.
- Instruktionsregel: Ruhepausen nach dem Lernen einbauen, in denen nichts Aufregendes erlebt wird