Checklist "Didaktische Grundregeln" (c) commdes.at - Reinhold Seitl - 11.8.2009 Didaktische Grundsätze für die Entwicklung und Gestaltung von Guiding Media . Compliance Hohe, anteilnehmende Akzeptanz beim Rezipienten (Lernenden) der Instruktionen herstellen . Praxisnähe - sich in die Situation des Lernenden versetzen - eine für diesen verständliche Sprache verwenden - überlegen, was als bekannt/gewusst/gekonnt vorausgesetzt werden kann . Belohnung Nichts wirkt stärker lernfördernd als Lob und Belohnung. Sie sollen auf jeden erfolgreichen Lernschritt folgen. Mit jedem Lernschritt soll das Gefühl der Sicherheit und das Selbstwertgefühl gesteigert werden. . Vollständigkeit Alle Unterlagen und Hilfsmittel (Informationen und Gegenstände) dem Lernenden bereit stellen! Wird eine Benutzung trainiert, das notwendige Gerät zur Verfügung stellen. . Lösungsorientiert Problemlösungen darstellen; technische Beschreibungen und Erklärungen diesem Ziel unterordnen . Fehlermanagement Fehler als solche erkennen; Umgang mit Fehlern trainieren, Vermeidungsstrategien lernen, auf “Fallen” hinweisen. Die Vermeidung von Bedienungsfehlern ist in Anleitungen nachdrücklich herauszustreichen. . Unmittelbar und anschaulich Möglichst wenig Abstraktion dem Lernenden abverlangen! Anleitungen in Wort und Bild; vorzeigen und zum Nachmachen anregen etc. . Strukturieren Die gesamte Information in einzelne Lernabschnitte gliedern und weiter unterteilen; Guiding Media als Projekt managen . Schritt für Schritt “Lern-Frames”: Abfolgen in kleine Lernschritte unterteilen und diese seriell darstellen. . Zusammenfassung Eine Handlung oder Abfolge, die als abgeschlossen erlebt werden kann, soll anfangs als kommende Lernpassage vorgestellt und nach Abschluss zusammengefasst werden. . Selbstkontrolle “Repeat and check”: Der Lernende soll die Möglichkeit haben, zu erkennen, ob er die Lernabschnitte richtig erfasst hat und fehlerfrei reproduzieren kann. Das Feedback muss unmittelbar erfolgen! . Üben Zum Üben (= wiederholtes Nachmachen) anregen; Übungsbeispiele anbieten; zwischenmenschliche Komponenten (Partner-, Gruppenübungen...) forcieren! . Lernhemmungen Die aus psychologischen Gründen auftretenden Verzögerungen bei der Aufnahme oder Reproduktion von Lerninhalten sind zu berücksichtigen. . Verfügbarkeit Die Instruktion soll möglichst nahe beim Lernobjekt sein. Beide sollen gemeinsam “auftreten”. Das Lernobjekt soll bei jedem Lernschritt zur Verfügung stehen.